Manuelle Lymphdrainage

Die manuelle Lymphdrainage wird bei Lymphödemen und Lipödemen therapeutisch angewandt. Es gibt eine Vielzahl von möglichen Ursachen zur Entwicklung von Lymphödemen. Lymphödeme können kurzfristig auftreten- zumeist als Folge von Traumata bzw. Operationen. Das Lymphödem ist allerdings häufig eine chronische Erkrankung, die dauerhaft behandelt werden muss. Hierbei ist es unser Ziel, den Patient*innen einen optimalen Einstieg in die Behandlung der Ödeme zu bieten, und im weiteren Verlauf zu möglichst viel Eigenständigkeit bei der (Selbst-)Behandlung des Ödems zu verhelfen.


 
Die Manuelle Lymphdrainage ist ein Teil der Komplexen Physikalischen Entstauungstherapie (KPE). 

 

Die Säulen der KPE: 


1. Manuelle Lymphdrainage (MLD)

2. Hautpflege

3. Kompressionstherapie - lymphologischer Kompressionsverband/Kompressionsbestrumpfung

4. Bewegungstherapie
5. Selbstmanagement



Nur, wenn alle Säulen angewendet werden, kann ein gutes Therapieresultat erreicht werden.

Entödematisierungsphase (Phase 1):

Ziel ist die größtmögliche Reduzierung des Ödems. In dieser Phase werden die Patient*innen täglich mittels Manueller Lymphdrainage (MLD), Hautpflege, Kompressionstherapie und Bewegungstherapie behandelt. Dauer individuell unterschiedlich zwischen 1 und 4 Wochen.

Erhaltungsphase (Phase 2):

Nach der Kompressionsbestrumpfung wird individuell ermittelt, wie hoch die nachfolgende Behandlungsfrequenz sein sollte (zwischen 3-4 x wöchentlich und 14-tägig). 



Zur Verbesserung und Beschleunigung der Therapie nutzen wir zusätzlich unseren Lympha-mat (apparative intermittierende Kompression). 

Zusammenarbeit

 

Für einen guten Behandlungserfolg ist die Kooperation zwischen Patient*in, Arzt/Ärztin, Lymphtherapeut*in und Sanitätshaus besonders wichtig. Daher liegt uns die konstruktive Zusammenarbeit der unterschiedlichen Berufsgruppen besonders am Herzen. 

Wir sind Teil des Lymphnetzwerks Rhein-Neckar.